30 Jahre danach – Das Special über „Stand by Me“

Am 8. August 1986 feierte der Film seine Premiere in den Vereinigten Staaten von Amerika. Seit dieser Zeit sind bereits 30 Jahre ins Land gegangen. Mit diesem Special werden die einzelnen Darsteller etwas näher beleuchtet und dargelegt, was sie seit „Stand by Me“ so alles gemacht haben. Und was hat der Film selbst hinterlassen? Besitzt er noch die Kraft und Magie von damals? Und bedeutet es dem Regisseur selbst noch etwas? Wer lieber zuerst die kürzere Kritik lesen möchte, wird hier fündig werden.

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Bildquelle des Screenshots: Youtube-Video “THE DEATH OF RIVER PHOENIX“. Hochgeladen von THE REAPER FILES.

River Phoenix als Chris

„Stand by Me“ war Rivers persönlicher Durchbruch in der Filmbranche. Im gleichen Jahr war er neben Harrison Ford in „The Mosquito Coast“ zu sehen. 1989 arbeitete er erneut mit Ford zusammen. Allerdings nicht direkt, da Phoenix den jungen Indiana Jones in „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ spielte. 1991 konnte man ihn neben Keanu Reeves in „My Private Idaho“ bewundern. Dort mimte er einen homosexuellen Stricher. Später landete er auf der Besetzungsliste von „Interview mit einem Vampir“ (1994). Die Rolle, die schlussendlich Christian Slater spielte, konnte er selbst nicht mehr wahrnehmen, da er 1993 nach einer Überdosis Heroin und Kokain gestorben war, Sein Bruder Joaquin Phoenix ist heute ein bekannter und angesehener Hollywood-Star. River war überzeugter Umwelt- und Tierschützer und lebte als Veganer. Außerdem unterstützte er die Tierrechtsorganisation PETA.

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Bildquelle des Screenshots: Youtube-Video “EXCLUSIVE Batman V Superman Footage LEAKED!“. Hochgeladen von Wil Wheaton.

Wil Wheaton als Gordi

Dieser Name dürfte wohl einigen Leuten die sich für Filme und Serien intensiver interessieren was sagen. Von 1987 bis 1994 spielte er in 86 Folgen den Charakter Wesley Crusher in der TV-Serie „Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert“. Nach seinem Ausstieg aus der Serie blieben jedoch größere Rollen aus. 2003 veröffentlichte er sein Buch „Dancing Barefoot“. Auch in Sachen Hörbücher und Computerspiele war er aktiv und lieh dort seine Stimme. Seit 1999 ist er mit Anne Prince verheiratet, die zwei Söhne mit in die Ehe brachte.

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Bildquelle des Screenshots: Youtube-Video “(Fake Re-edit) Corey Feldman interview goes horribly wrong on The Talk“. Hochgeladen von THE D-ROCK SHO.

Corey Feldman als Teddy

Er hat in sehr vielen Produktionen mitgewirkt. In seiner Karriere lief nicht alles rund. Und so bekam er später Probleme wegen seinem Drogenmissbrauch. 1991 konnte er seine Abhängigkeit und setzt sich für Schauspieler ein, die ähnliche Probleme mit Drogen haben. In den Folgejahren war Feldman in der Regel nur in Nebenrollen zu sehen. 1999 widmete er sich schließlich der Musik und brachte mit seiner Band Corey Feldman’s Truth Movement das Album „Searching For Soul“ heraus. Sein erstes Soloalbum Former Child Actor kam 2002 auf dem Markt. 2012 nahm er an der britischen Fernseh-Show „Dancing on Ice“ teil.

 

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Bildquelle des Screenshots: Youtube-Video “Jerry O’Connell Weighs in on the Kanye & Wiz Twitter War“. Hochgeladen von Wendy Williams.

Jerry O‘ Connell als Vern

„Stand by Me“ war sein erstes Engagement im Film- bzw. Serienbereich. Bis heute folgten kleine und größere Rollen in Filmen und Serien. Von 1995 bis 2000 wirkte er in 70 Folgen der Fantasyserie „Sliders – Das Tor in eine fremde Dimension“ mit. Auch in Hollywood war er aktiv und spielte in „Jerry Maguire: Spiel des Lebens“ (1996) und „Scream 2“ (1997) mit. Auch als Synchronsprecher war er aktiv. Jerry ist seit dem 14.07.2007 mit der Schauspielerin Rebecca Romijn (X-Men, Rolle: Mystique) verheiratet. Am 28.12.2008 wurden sie Eltern von Zwillingen.

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Bildquelle des Screenshots: Youtube-Video “Kiefer Sutherland – Not Enough Whiskey (Official Music Video)“. Hochgeladen von Kiefer Sutherland.

Kiefer Sutherland als Ace

Der Sohn von Donald Sutherland startete nach diesem Film richtig durch. Er war in vielen erfolgreichen Hollywood-Produktionen zu sehen. U.a. spielte er in „Eine Frage der Ehre“ (1992), „Die drei Musketiere“ (1993), „Die Jury“ (1996) und „The Sentinel“ (2006) mit. Für den begehrten Oscar wurde er bisher nicht nominiert. Jedoch konnte er mit der Serie „24“ in dem Kiefer als Hauptdarsteller zu sehen ist, von 2001 bis 2010 für große Erfolge sorgen. 2002 bekam er den Golden Globe als Bester Darsteller für diese Serie. Desweiteren war er hier auch als Produzent und Executive Producer aktiv. Dazu erschien 2008 ein gleichnamiger TV-Film, der es zu einer Golden Globe Nominierung schaffte. Im Feb. 2016 kam „Zoolander 2“ in die Kinos. Dort gab es eine große Auswahl an Darstellern und Sutherland hatte dort einen eher kleineren Auftritt. Kiefer ist zweimal geschieden. Er hat eine leibliche Tochter, die ebenfalls Schauspielerin ist, sowie eine Stieftochter und zwei Stiefsöhne. Neben seiner Karriere als Schauspieler und Produzent ist er noch als Sänger tätig. Gemeinsam mit Jude Cole leitet er das Independent-Label Ironworks. Das Album mit dem Namen Down in a Hole erschien 2016.

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Bildquelle des Screenshots: Youtube-Video “Richard Dreyfuss Got Upstaged by Carrie Fisher“. Hochgeladen von The Tonight Show Starring Jimmy Fallon.

Richard Dreyfuss als The Writer

Dreyfuss hat schon so einige Jahre auf dem Buckel und kann dementsprechend eine größere Vita vorweisen. Nicht nur vor „Stand by Me“ hatte er größere Rollen in Filmen. Sehr großen Erfolg gab es mit „Zoff in Beverly Hills“ (1986). Auch Literaturfiguren gehören zu seinem Fach. So spielte er 1997 den Gauner Fagin in Charles Dickens „Oliver Twist“. Im neuen Jahrtausend ging es mit vielen Produktionen weiter. 2015 war er in „Zipper – Geld. Macht. Sex. Verrat“ zu sehen. 2017 folgte „Asher“ der bisher noch nicht zu sehen war (Stand: 10.04.2017). Aus seiner ersten Ehe gingen drei Kinder hervor. Seit 2005 ist er zum dritten Mal verheiratet und ist Mitglied im Bund der Freimaurer.

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Bildquelle des Screenshots: Youtube-Video “Rob Reiner On President Trump’s Speech: It Was Cringe-Worthy | Hardball | MSNB“. Hochgeladen von MSNBC.

Rob Reiner…

…ist nicht nur als Regisseur, sondern auch als Schauspieler sehr aktiv. Die Auswahl mit ihm als Darsteller ist sehr groß. 1987 war er in der Komödie „Schmeiß‘ die Mama aus dem Zug“ und 1993 in der Romanze „Schlaflos in Seattle“ zu sehen. 2013 gab es eine Rolle in „The Wolf of Wall Street“, wo Leonardo DiCaprio die Hauptrolle spielte. Von 2012 bis 2015 sahen ihn die TV-Zuschauer in der Serie „New Girl“. Natürlich darf man an dieser Stelle nicht seine Regiearbeiten vergessen. Die hatten es nämlich öfters in sich. So auch „Mysery“ von 1990, wo er erneut Literaturstoff von Stephen King realisierte. Hauptdarstellerin Kathy Bates erhielt den Oscar als Beste Hauptdarstellerin. Die nächste Arbeit als Regisseur ließ nicht lange auf sich warten. 1992 gab es den erfolgreichen Thriller „Eine Frage der Ehre“ in den Kinos zu sehen. In der Kategorie Bester Film erhielt der Blockbuster eine Oscar-Nominierung. 2014 gewann er Michael Douglas für seine Komödie „Das grenzt an Liebe“ als Hauptdarsteller. Das Drama „LBJ“, in dem Reiner ebenfalls Regie führte, hatte am 09.09.2016 seine Premiere in Kanada.

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Bildquelle des Screenshots: Youtube-Video “Ben E. King – Stand By Me – Jazz Cafe, London – April 2012“ Hochgeladen von Gigs (KrisLW).

Ben E. King und „Stand by Me“

Er war einst Mitglied der Band The Drifters. Diese verließ er 1960 und startete eine Solokarriere. 1961 erschien der Song Stand by Me, ein Song, der große Bekanntheit erlangen sollte. In den R&B-Charts stand für vier Wochen Platz 1 zu Buche. In Großbritannien wurde Platz 27 und in den U.S.A. Platz 4 erreicht. In den Folgejahren konnte King viele weitere Hits verbuchen. Und 1986 stieg der Song erneut in die Charts ein, als der gleichnamige Film in den Kinos erschien. In den U.S.-Charts reichte es bis Platz 9. Und in den U.K.-Charts sprang im Feb. 1987 sogar Platz 1 heraus. Dafür war wohl auch die Werbung für Levi Jeans verantwortlich, wo der Evergreen gespielt wurde. Auch in Dtl. gab es im März 1987 mit Platz2 Grund zur Freude. Oft gecovert blieb die Originalversion von King bis heute unerreicht. Nach Stand by Me war er in Sachen Soundtrack noch öfters gefragt. So steuerte er u.a. Songs zu den Filmen: „Cloverfield“ (2008) Beautiful Girls oder „Valentinstag“ (2010) Amor bei. Am 30. April 2015 verstarb King im Alter von 76 Jahren. Er war verheiratet und hinterließ zudem drei Kinder.

Was hinterließ der Film?

Diese Frage, ob jung oder alt, lässt sich wohl unterschiedlich beantworten. Menschen sind von grundauf verschieden und Reize wirken auf jedes Individuum anders. Auch solche Filme wie „Stand by Me“ oder eben auch vielleicht Musik. Der Erfolg dieses Blockbusters ist unbestritten. Verschiedene TV-Anstalten zeigen den Film zumindest einmal im Jahr im Fernsehen. Im Juni 2016 lief er auf Sixx und im Januar 2017 auf Sat1 Gold. Und Sony Pictures veröffentlichte 2011 eine 25th Anniversary Edition mit vielen Extras. Dazu gibt es ein Bild-im-Bild Kommentar vom Regisseur Rob Reiner und den Darstellern Wil Wheaton und Corey Feldman. Das 37 minütige Making-Of gibt dann noch besondere Enblicke zum Film, wo auch Autor Stephen King zu Wort kommt. kino-ab-10.de beschäftigt sich mit Jugendfilme ab dem 10. Lebensjahr und stellt Unterrichtsmaterial für Schulen als pdf-Datei zur Verfügung. Selbstverständlich ist „Stand by Me“ auch vertreten. Ein Zeichen dafür, das der Film auch heute noch über eine gewisse Präsenz verfügt. Nicht wenige Filme, die eigentlich beachtet werden sollten, verschwinden oftmals in der Versenkung. Hier ist aber eben genau das Gegenteil der Fall. Die Geschichte mag fiktiv sein. Aber die Themen darin sind auch heute noch real. Die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens, sowie Freundschaft, Zusammenhalt als auch Akzeptanz gehören zum sozialen Umfeld und ergeben im Film ein perfektes Gesamtbild des Themas. Und wenn die Thematik bzw. der Film den Weg in die Klassenräume findet, dann ist dies eine Hinterlassenschaft, wenn nicht sogar ein Vermächtnis.

Kraft und Magie noch vorhanden?

,,Die Erfahrung, „Stand by Me“ zu drehen, ist das, was wirklich auf Film ist. Es war wirklich für jeden von uns, auf die jeweilige Art, ein Erwachsenwerden.“, so Hauptdarsteller Corey Feldman in einem Making Of. Und auch der Autor des Buches, Stephen King fand dazu passende Worte: ,,Mir scheint, dass „Stand by Me“ die erste vollständig erfolgreiche Umsetzung meiner Arbeit ist. Die Geschichte ging bei mir sehr tief, denn sie lag für mich als Autor außerhalb des Horrorgenres.“  Aber nicht nur die Filmschaffenden zeigen sich von dem feinfühligen Drama begeistert. Auch Fans, z.B. auf dem Filmportal moviepilot, meldeten sich zu Wort. Der User M.L.H schrieb dabei folgendes: ,,Was für ein überwältigend schöner Film – ein nostalgisches, verblassendes Bild unbeschwerter Jugend, die es im digitalen Zeitalter so längst nicht mehr gibt. Hier ist Regisseur Rob Reiner ein rührendes und feinfühlig inszeniertes, toll gespieltes Jugenddrama gelungen, das sich leise mit den Persönlichkeiten und Ängsten der Jugendlichen auseinandersetzt – und ein Stück längst nicht mehr vorhandener Freiheit mit ganz viel Herz auf den Bildschirm zaubert.“ Andere wiederum wählten kurze, aber auch aussagekräftige Worte: ,,Wunderbarer Film!“, so Michael V. auf einer meiner Social Medias. Anhand der Zitate erkennt man, der Film trägt noch heute eine gewisse Kraft und Magie in sich. Und dafür braucht es nicht unbedingt einen actiongeladenen Blockbuster, wie man hier erkennen kann. Eine sehr gute Story ist manchmal das Geheimnis des Erfolgs.

Bedeutung für den Regisseur?

,,Ein Junge, der sich in seiner Haut nicht wohl fühlt und nach Anerkennung sucht, die er von seinem Vater nicht bekommt. Sucht bei Freunden Unterstützung, um sie dort zu bekommen, um dann eins mit ihnen zu sein.“ Diese Gefühle hatte Reiner selbst, als er in Kindstagen heranwuchs. Aber auch im Audio-Kommentar zum Film äußerte er sich wie folgt: ,,Ich möchte noch vorausschicken, dass mir dieser Film mehr bedeutet hat als jeder andere Film, den ich machte, davor und danach.“ Und wenn mich jemand fragen würde, welcher Film mich besonders beeindruckt hat, würde ich auf jeden Fall „Stand by Me“ nennen. Und sowas bei ca. 2300 gesehenen Filmen zu sagen, kommt doch schon irgendwie einer großen Auszeichnung bei.

Danksagung

Ein besonderer Dank gilt natürlich Sony Pictures, die den Film im Jahr 2011 als besondere Edition auf Blu-ray veröffentlicht haben. Der Film und die darauf befindlichen Extras halfen mir diesen Rückblick zu verwirklichen.

Quellenangabe zur Blu-ray der 25th Anniversary Edition

Blu-ray exklusiv: 25 Jahre später: Bild-im-Bild-Kommentar: Rückschau mit Regisseur Rob Reiner und Darstellern Wil Wheaton & Corey Feldman.

Auf die Spur gebracht: Der Sommer in „Stand by Me“

Media:

Der Film hat euch gefallen? Hier geht es zur DVD, die günstig bei Amazon angeboten wird. Auch die Bluray ist über diesen Klick erhältlich.

Euch hat der Soundtrack begeistert oder erinnert irgendwie an alte Zeiten? Auch dafür gibt es Abhilfe.

The Impossible [2012]

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Bildquelle: Screenshot Trailer TMG

Darsteller: Naomi Watts, Ewan McGregor, Tom Holland
Regie: J.A. Bayona
Produktionsland: Thailand, Spanien
Studio: TMG

Trailer (deutsch)

Dies ist eine Geschichte nach einer wahren Begebenheit. Regisseur Juan Antonio Bayona wandte sich dem schwierigen Thema der Tsunami-Katastrophe an den Küsten des indischen Ozeans zu. Als Plot der wahren Geschichte diente eine spanische Familie, die zu dieser Zeit ihren Weihnachtsurlaub in diesem Gebiet verbringen möchte. Auf den ersten Blick mag man vermuten, es handelt sich um einen reinen Katastrophenfilm. Jedoch lebt der Film mehr von seiner melodramatischen Erzählung und kann visuell mehr als überzeugen….

Man schreibt das Jahr 2004. Maria Bennett (Naomi Watts) und ihr Mann Henry (Ewan McGregor), sowie die drei Söhne checken im thailändischen Khao Lak in ihrem Hotel ein. Zunächst verläuft alles ganz normal und die Familie verlebt einen angenehmen Urlaub unter wolkenfreien Himmel und strahlender Sonne. Doch der Schein trügt. Am dritten Tag des Urlaubs werden sie vom Tsunami erfasst und mit vielen anderen Menschen in die Katastrophe gezogen. Alle Familienmitglieder überleben den Sturm, werden aber auseinander gerissen. Mutter Maria und und der älteste Sohn Lucas (Tom Holland) finden sich jedoch schnell wieder und versuchen sich in Sicherheit zu bringen. Aber wo sind die anderen Familienmitglieder? Maria hat zudem einige Verletzungen erlitten. Der Kampf gegen die Zeit beginnt…

Bekannte Schauspielgrößen und Newcomer

Genannt sei da zuerst Naomi Watts, die schon 2012 große Bekanntheit genießen durfte. 1990 war sie u.a. in der Sitcom „Hey Dad!“ zu sehen. Recht schnell wurde sie auf der großen Leinwand bekannt. 1995 war sie neben Lori Petty in der Comic-Verfilmung „Tank Girl“ zu sehen. Auch Biographien zählen zu ihren Stärken. Für „Diana“ (2013) gab es lobende Kritiken für sie. In „The Impossible“ wurde einiges von ihr abverlangt und musste so einige Qualen durchleben. Einige Szenen davon gleichen einem Horrorfilm. Mit Kollege Ewan McGregor stand sie nach „Stay“ (2005) bereits zum zweiten Mal gemeinsam vor der Kamera. Auch er war dem Publikum schon länger bekannt. Viele dürfte dabei die Star Wars-Trilogie Episode I – III ein Begriff sein, wo er den Jedi-Ritter Obi-Wan Kenobi gespielt hat. Jungdarsteller Tom Holland gab hier sein Filmdebüt und beeindruckte Kritiker und Publikum auf Anhieb. Nicht umsonst gab es den Preise u.a. als Bester Newcomer (siehe weiter unten). Zwei seiner drei Brüder haben im Film einen kleineren Auftritt. Auch Geraldine Chapin, die Tochter von dem 1977 verstorbenen Filmstar Charles Chaplin ist in einer kleineren Rolle zu sehen. Und die Musik von Fernando Velázquez passt perfekt in die Szenerie. Egal ob brachiale Naturgewalt oder Gefühle der Charaktere. Die Klänge im Hintergrund sind beklemmend und faszinierend zugleich.

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Steht im Mittelpunkt des Geschehens und zeigt eine überragende Performance als Newcomer. Tom Holland als Lucas.

Beeindruckende Schauplätze dienen der Geschichte

Tatsächlich wurde auch in Thailand gedreht und das Khao Lak Orchid Beach Resort diente als Urlaubsort. Schon so einige bekannte Filme wurden in Thailand umgesetzt. Dazu zählen u.a.: „American Ganster“ (2007), „Die durch die Hölle gingen“ (1978), „Star Wars: Episdode III – Die Rache der Sith“ (2005), „The Beach“ (2000) oder „John Rambo“(2008). Ich könnte die Liste unendlich weiterführen. Aufgrund der Länge dient dies aber nicht der Sache. Mit Barcelona, Madrid und Valencia gab es außerdem Schauplätze in Spanien zu bewundern. Bewunderung trifft es vielleicht nicht ganz. Denn der Film hat eine ganz andere Intension aufzuweisen. Viel mehr zeigt er auf, wie die Bewältigung nach so einer Katastrophe möglich ist. Egal ob verletzt, vermisst oder gestorben. Alle Aspekte haben ihren Anteil und werden dem Zuschauer anschaulich und realistisch vermittelt.

Preise blieben nicht aus

Zwar ging Naomi Watts bei den Academy Awards 2013 und dem spanischen Filmpreis Goya 2013 leer aus, konnte sich aber dennoch jeweils über eine Nominierung als Beste Hauptdarstellerin freuen. Allerdings gewann der Film bei Goya in den Kategorien: Beste Regie, Bester Produzent – Sandra Hermida Muñiz, Bester Schnitt, Bester Ton und Beste Spezialeffekte. Jungdarsteller Tom Holland, der ebenfalls als Hauptdarsteller nominiert war, konnte bei den National Board of Review Awards 2012 und Young Artist Awards 2013 als Sieger als das Feld verlassen.

Fazit: Die Geschichte einer Familie steht im Mittelpunkt. Das Schicksal aller Opfer um sie herum wird jedoch nicht außer Acht gelassen, sondern bildgewaltig und nahezu mikroskopisch aufgearbeitet. Alle Darsteller sind brillant und wachsen mehr als über sich hinaus und ziehen die Zuschauer in ihren Bann. Keine einfache Kost. Aber wer es emotional und authentisch mag, macht nichts verkehrt. Einmal gesehen wird euch dieser Film nicht mehr loslassen. Denn Bilder sagen hier mehr als 1000 Worte.

Als Streaming auf amazon verfügbar.

Der Stream hat euch überzeugt? Dann kann ich euch den Kauf der DVD empfehlen.

„The Impossible [2012]“ weiterlesen

Portät: Tom Holland

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Copyright: tomholland2013

Er ist jung, sympathisch, witzig,  der neue Spider-Man und kürzlich erst 21 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass gibt es dieses Special zu Tom Stanley Holland, der am 1.6.1996 in London geboren wurde.

Der älteste von vier Söhnen

Sein Vater, Dominic Holland ist ein Comedian und Autor. Die Mutter Nicola Elizabeth, übt den Beruf einer Fotografin aus. Sein jüngster Bruder Patrick wurde am 6.12.2004 geboren. Seine Zwillingsbrüder Sam und Harry am 14.2.1999, die ebenfalls der Schauspielerei nachgehen. Tom besuchte in Wimbledon die katholische Schule Donhead Preparatory School und danach bis 2012 das Wimbledon College. Doch die ersten Gehversuche waren nicht die Schauspielerei, sondern eher das Tanzen. Dies entdeckte er 2006 für sich und wurde von der Choreographin Lynne Page entdeckt. Dank ihr kam er 2008 zum Auftritt im Musical „Billy Elliot the Musical“. Dort spielte er Michael, also Billys besten Freund. Noch im gleichen Jahr übernahm er die Hauptrolle. Nicht nur tanzen zählt zu seinen Stärken, sondern auch die Turnerei und Akrobatik. Besonders letzteres kam schon in seinen späteren Rollen zum Einsatz.

Erfolgreicher Startschuss in Hollywood

Und zwar im Katastrophenfilm „The Impossible“ (2012) neben Ewan McGregor und Naomi Watts. Die genannten Akteure spielten seine Eltern, die als spanische Familie Urlaub in Thailand machen.  Dabei handelt es sich um die wahre Geschichte des Tsunami 2004. Seine Rolle war Lucas Belón, der heute Arzt ist. Für Holland selbst ist er ein großes Vorbild. ,,Er ist ein grossartiger Typ, aber er hat ein Mädchen zum Film mitgenommen und ihr nicht gesagt, dass das seine Geschichte ist. Als am Schluss sein Foto im Abspann erschien, bekam die Arme einen hysterischen Anfall.“. Die Verkörperung dieser Rolle war mitreißend und einfühlsam zugleich und es sollte nicht das einzige Genre bleiben, in das er mitwirkte. Und auch die Kritiker waren von ihm überzeugt. Zudem wurde er für achtzehn Preise nominiert. U.a. der Young Artist Award, den er neben sieben weiteren Preisen auch tatsächlich gewonnen hat. Seine Brüder Sam und Harry haben im Film einen kleinen Auftritt. Ein Jahr darauf engagierte man Tom für den Film „No Turning Back“ mit Tom Hardy. Aber der war auch der einzige Akteur, der im Film zu sehen war. Sport spielte er den Bauleiter Ivan Locke, der mit dem Auto von Birmingham nach London unterwegs war und in dieser Zeit mehrere Telefonate führte. Tom selbst hatte nur die Sprechrolle des Eddie. Dennoch wurde auch dieser Film von Kritikern und Publikum gelobt.

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Fliegt bald  im eigenen Film über die Leinwände. Tom Holland in „Spider-Man: Homcoming“, Copyright: tomholland2013

Mitwirken in einer britischen TV-Mini Serie und Auftritt als Superheld

Dabei handelt es sich um „Wolf Hall“ (2015). Bei uns bekannt unter „Wölfe“. Dort agiert er als Gregory Cromwell, der Sohn des Reformators Thomas Cromwell, der von Mark Rylance gespielt wurde. Auch hier fielen die Resonanzen positv aus und es gab erneut Preisnominierungen. U.a. dem Golden Globe Award. Noch im gleichen Jahr ging es zurück nach Hollywood, um in „In the Heart of the Sea“ mitzuspielen. Die Handlung spielte sich auf dem Schiff Essex ab, dass kurz darauf Schiffbruch erleidet. Dieses mal keine wahre Begebenheit, sondern basierend auf dem Buch „Im Herzen der See“.

Bunt und abenteuerlich wurde es im nächsten Film, obwohl er nur eine kürzere Nebenrolle in Captain America: Civil War [2016] spielte und seinen ersten Auftritt als Spider-Man hinlegte. Meine Worte über Tom in dieser Kritk lauteten folgendermaßen: ,,Holland ist sofort in seinem Element und kommt sehr erfrischend mit viel Witz und guten Dialogen daher. Davon kann man einfach nicht genug kriegen. Aber noch ist nicht alle Tage Abend. 😉 Es kommen noch viel mehr Charaktäre zum Einsatz.“. Wie schon erwähnt, ist der Engländer auch von der Turnerei und Akrobatik begeistert. Letzteres setzte er im Film gezielt ein und kommt dadurch der Figur aus den Comics sehr nahe. Die Stunts im Film führte er selbst durch. Ex-Spidey Tobey Maguire, der die Spinne von 2002 bis 2007 dreimal verkörpert hat, war sehr angetan von Hollands Darbietung. Falls er davon nicht genug bekommt, hat er ab 7.7.2017 die Gelegenheit „Spider-Man: Homecoming“ im Kino zu schauen. In Deutschland startet der Film am 13.7.2017.

Noch im diesen Jahr wird „Pilgrimage“ anlaufen, Der Start in den USA ist auf den 11.8.2017 angesetzt. Ein deutscher Start ist bisher noch nicht bekannt.

Außerdem wurde der junge Mann schon beim Premier-Minister an die Downing Street eingeladen. Seine Bodenständigkeit hat er dank seiner Familie dennoch nie verloren. Auch heute noch ist abwaschen daheim angesagt, wie er in einem Interview auf Young Hollywood erklärte. Aber sein Bett hat er wohl seit 2003 nicht mehr gemacht. 😉 Nicht schlimm, wenn man ohnehin selten daheim ist und viele Termine wahrzunehmen hat. Und seine Hobbys als Tänzer und Akrobat dürfen dabei auch nicht zu kurz kommen. Wer sich von seinen Talenten inspirieren lassen möchte, kann sich gerne auf seinem Instagram-Account umsehen. Dort sind dazu einige Fotos und Videos zu sehen. Und wer genau hinguckt, wird auch seine Brüder entdecken. 😉

Weitere Filme, in denen Holland mitspielte:

2016: Edge of Winter
2016: Die versunkene Stadt Z (The Lost City of Z)

Interessante Social Medias zur Person:

https://www.instagram.com/tomholland2013/
https://twitter.com/tomholland1996

Website:

Auf Young Hollywood gibt es die Möglichkeit noch mehr zu erfahren. Ein Interview und Kurzporträt runden das persönliche Profil ab. Außerdem diente es mir als Quelle. An dieser Stelle vielen Dank dafür.

Ted [2012]

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Copyright: Universal Studios

Es ist das Jahr 1985 und der achtjährige John Bennett ist ein Einzelkind aus Brockton, Massachusetts. Zu Weihnachten bekommt er von seinen Eltern einen großen Teddybären namens Teddy geschenkt. Aber John sieht darin seinen Wunsch noch nicht erfüllt. Zwar hat er seinen Teddy bekommen, aber dieser ist leider nicht lebendig. Dank einer Sternschnuppe wird der Wunsch dann doch erfüllt…

27 Jahre später: John (Mark Wahlberg) ist mittlerweile ein gestandener mann und lebt mit seiner Freundin Lori Collins (Mila Kunis) zusammen. Ted ist noch immer Johns bester Freund. Dies bringt aber auch so seine Schwierigkeiten mit sich. Stark betroffen davon ist die inzwischen vierjährige Beziehung zwischen John und Lori. Ted hat ein erhebliches Problem mit Drogen und Alkohol. Auch seine Sex-Eskapaden haben keinen guten Einfluss auf John. Und steht John vor der Wahl: Ted oder Lori?

Bekannte Synchronsprecher

Besonders die deutsche Stimme von Ted dürfte vielen Fans von Serien und Film bestens bekannt sein. Er wird von Jan Odle, der auch Peter Griffin in „Family Guy“ spricht, synchronisiert.  Im englischen Original werden beide von Seth MacFarlane gesprochen. Es gibt auch zusätzlich Sprachfassungen in berlinerischen und bairischen Dialekt. Diese liefen aber nur in ausgewählten Kinos der jeweiligen Region.

Facettenreiche Filmmusik

Das Spektrum vom Soundtrack zu Ted ist recht groß. ,,Everybody Needs a Best Friend“, was das Eröffnungsthema darstellt, wurde schrieb Seth MacFarlane gemeinsam mit Walter Murphy. 2013 gab es dafür eine Oscarnominierung in der Kategorie Bester Filmsong. Auf dem Soundtrack selbst nicht enthalten, aber doch mit hohen Wiederkennungswert hört man im Film u.a. Queen mit ,,Football Fight“ oder ,,Battle Theme“. Beides zählt zum Soundtrack zu „Flash Gordon“. Außerdem ist das Theme von „Knight Rider“ zu hören. mit Absicht habe ich hier nicht alle Songs aufgezählt. Schließlich soll der Zuschauer auch noch was entdecken. 😉 Zu „Ted“ würde ein witzig klingender Soundtrack passen, da es sich um eine Komödie handeln.  Den gibt es aber nicht, sondern einen gefühlsbetonten orchestralen Score, der besonders zum Ende des Film sehr einfühlsam zum tragen kommt. Dann wäre da noch der „Donnersong (Thunder Buddies“, gesungen von Ted und John. Hier lasse ich mal jeden Kommentar dazu weg. Lasst euch am besten im Film überraschen. 😉 Tipp: Es erschien am 24.08.2012 ein Remix des Donnersongs. Er wurde vom DJ Team Brisby & Jingles in Zusammenarbeit mit DJ D.M.H. geremixt. Er basiert auf dem Traditional Oh! Susannah.

 

Fazit: Wer hier einen familienfreundlichen Film erwartet, sieht sich getäuscht. „Ted“ ist viel mehr eine ordinäre wie obszöne Komödie, die aber niemals ihre sympathische Weise aufgibt. Themen aus dem Alltag kommen hier durchaus realistisch vor. Der Hang zur Zwiespältigkeiten kann aber nicht ganz verborgen werden. Dennoch bleibt ein Film, der sehr gut unterhält und zahlreiche Bezüge zur Popkultur aufweist. Wer sich locker über Zwiespältigkeiten hinwegsetzen kann, wird hier große Freude haben. Gute Unterhaltung. 😉

007-Darsteller Sir Roger Moore verstorben

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Roger Moore, bekannt als 007 Agent James Bond, starb am 23.05.2017 im Alter von 89 Jahren an einer Krebserkrankung. 

In England geboren

Zur Welt kam er am 14 Oktober 1927 in London und wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Bis Kriegsende 1945 war er Leutnant und gehörte einer Einheit an, die in Deutschland stationiert war.

Smarter Superheld in einer Fernsehserie

Seinen Durchbruch schaffte er 1962 mit der Krimiserie „Simon Templar“. Dort spielte er den gleichnamigen Titelhelden und brachte es bis 1969 auf insgesamt sechs Staffeln. Schon 1961/62 versuchte er sich in einer bekannten Serie und war für 15 Folgen neben James Garner in „Maverick“ zu sehen. Auch zu Beginn der 1970er Jahre blieb der Brite dem Fernsehen treu. 1970/71 avancierte er erneut zum Hauptdarsteller und verkörperte für eine Staffel (24 Folgen) Lord Brett Sinclair, wo er mit Danny Wilde (Tony Curtis) nicht geschlossene Kriminalfälle löste. Bereits nach dieser einen Staffel wurde die Serie abgesetzt.

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Ließ Frauenherzen höher schlagen. Moore beim Debüt von „Simon Templar“ (Bildquelle: Screenshot youtube)

Rekordhalter als James Bond

Den Agenten mit der Nr. 007 spielte er 1973 zum ersten mal. „Leben und sterben lassen“ folgten bis 1985 noch sechs weitere Filme. Den Rekord wird er auch noch eine ganze Weile halten. Vorgänger und zugleich erster Bond war Sean Connery, der es auf sechs Einsätze brachte. Der aktuelle Darsteller Daniel Craig brachte es bisher auf vier Filme. Zu seiner Rolle als Bond sagte er einmal: „Alles, was du tust, jeder Mensch, den du triffst, verändert dein Leben. Deshalb muss Bond etwas verändert haben.“

Bildquelle: Screenshot youtube
Roger Moore als James Bond in „Moonraker“ (1979) United-Artists-Studios, Bildquelle: Screenshot youtube

Nach der 007 Ära…

…konnte er leider nicht mehr an alte Erfolge anknüpfen. Blieb aber dem Schauspiel weiterhin treu. 1996 gehörte Moore zum Stab des Filmes „The Saint“ mit Val Kilmer, was eine Neuauflage von „Simon Templar“ war. Im Film selbst spielte er nicht mit, sondern sprach in der englischen Originalfassung den Schlusstext und war die Stimme im Autoradio. Im gleichen Jahr hatte er eine Rolle in „The Quest – Die Herausforderung“ mit Jean-Claude Van Damme. 2002 hatte er einen Gastauftritt im deutschen „Tatort“ (Bremer Ausgabe). Im Jahr 2003 wurde er von Königin Elizabeth II. in den Adelsstand gehoben. Zudem war er engagierter UNICEF-Botschafter. In dieser Zeit begann er wieder Theater zu spielen und war in vielen Aufführungen von „The Play What I Wrote“ unter der Regie von Kenneth Branagh im Londoner West End zu sehen. 2008 erschien seine Autobiografie „My Word is My Bond“ auf dem englischen Markt. Ab 2009 auch in Dtl. unter dem Titel „Mein Name ist Bond … James Bond“. Zum 50-jährigen Bond-Jubiläum brachte er 2012 seine Hommage Bond über Bond: Alles über die erfolgreichste Kinoserie der Welt auf den Markt.

Beerdigung in zweiter Heimat

Moore hinterlässt seine Frau Kristina Tholstrup und drei Kinder aus dieser Ehe. Die Beerdigung soll im engen Kreise der Familie abgehalten werden und wird in seiner zweiten Wahlheimat Monaco stattfinden.

Besser geht´s nicht [1997]

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Bildquelle: Screenshot Trailer

Originaltitel: As Good as It Gets
Produktionsland/Jahr:
U.S.A. 1997
Regie:
James L. Brooks

Melvin (Jack Nicholson) ist ein Schnulzen-Autor und Kotzbrocken zugleich. Dabei hat er noch mit seinen Neurosen zu kämpfen. Jeden Tag, wenn die Uhr elfmal schlägt, betritt er sein Stammcafé, um Kellnerin Carol (Helen Hunt) auf die Nerven zu gehen. Jedoch ist sie die Einzige, die ihm Konter gibt. Als ihr Sohn krank wird und nicht zur Arbeit erscheinen kann, gerät Melvins Alltag mächtig aus den Fugen. Nun sieht er sich gezwungen zu handeln…

Oscartrophäen für beide Hauptdarsteller

Nicholson und Hunt sind ohne Frage Meister ihrer Arbeit. Aber in „Besser geht’s nicht“ stechen ihre Körpersprache sowie das Zusammenspiel besonders heraus. Ganz zu schweigen von den Dialogen im gesamten Film. Dafür gab es für Beide den verdienten Gewinn des Oscars. Nicholson stach dabei Matt Damon, Robert Duvall, Peter Fonda und Dustin Hoffman aus. Hunt schlug in ihrer Kategorie Helena Bonham Carter, Julie Christie, Judi Dench und Kate Winslet.
Fünf weitere Nominierungen gab es für Kategorien: Bester Film, Bester Nebendarsteller (Greg Kinnear), Bestes Originaldrehbuch (Mark Andrus, James L. Brooks), Beste Filmmusik (Hans Zimmer) und Bester Schnitt (Richard Marks). Regisseur James L. Brooks zeigte sich auch für das Drehbuch verantwortlich. Unterstützung hatte er dabei von Markus Andrus. Ein Schachtzug, der sich lohnen sollte. Denn die Story ist mehr als gelungen und erhielt wie schon erwähnt eine Nominierung für den Oscar. Brooks hatte zu dieser Zeit schon mehrere Arbeiten als Regisseur vorzuweisen. Nach „Zeit der Zärtlichkeit“ (1983) arbeitete er nun zum zweiten Mal mit Jack Nicholson zusammen.

Fazit: Besonders Jack Nicholson dürfte vielen Filmfans ein Begriff sein. Da überrascht es nicht, dass er das Ekel so perfekt bzw. glaubhaft rüberbringt. Auch Helen Hunt muss sich mit ihrer Performance nicht verstecken. Die Filmmusik von Hans Zimmer tut ihr übriges und passt nahezu bei jeder Stimmung des Films. Wer Umsetzungen zwischen Komödien und Drama mag, ist hier bestens aufgehoben. Geboten bekommt man eine inszenierte Mischung aus satirischen Gesellschaftsporträt und romantischer Komödie.

 

Catweazle-Darsteller verstorben

GEOFFREY BAYLDON TRIBUTE (BQ)
Foto: Screenshot YouTube

Geoffrey Bayldon, vielen Filmfans als Zauberer Catweazle bekannt, ist am 10.05.2017 im Alter von 93 Lebensjahren verstorben.

Erste Schritte am Theater

Bayldon, der Sohn eines Schneiders wurde am 7. Jan. in Leeds, Yorkshire geboren und leistete von 1947 bis 1949 seinen Militärdienst in der Royal Air Force ab. Danach nahm er eine Schauspielausbildung an der Old Vic Theatre School in Bristol auf. Und schon 1949 folgten die ersten Bühnenauftritte. Zu erwähnen sei da das letzte Musical von Charles Blake Cochran „Tough at the Top“. 1956 spielte er sogar Caesar in „Caesar und Cleopatra“.

Mitwirkung in TV-Serien

Seine Hingabe für das Schauspiel blieb nicht verborgen und so kam er dann auch zu nennenswerten Fernsehauftritten. U.a. in „Mit Schirm, Charme und Melone“ (2 Episoden 1961 und 1967), „Simon Templar“ (2 Episoden 1964 und 1967) oder auch „Geheimauftrag für John Drake“ (1. Episode 1965).

Engagement auf der großen Kinoleinwand & internationaler Durchbruch

Sogar in James Bond, auch wenn es eine Parodie war. Neben David Niven und Orson Welles, die mit größeren Rollen bekleidet waren, mimte Bayldon Q in einer kleineren Rolle in „Casino Royale“ von 1967. In Charles Dickens „Scrooge“ von 1970 kam sogar eine Literaturverfilmung in seiner Vita dazu. 1977 gab er sich dann neben Bud Spencer in „Charleston – Zwei Fäuste räumen auf“ die Ehre. Größtenteils in Nebenrollen bekannt geworden, machte er auch international von sich reden und war der Hauptdarsteller in der 26-teiligen Jugendserie „Catweazle“ die von 1970 bis 1971 von der englischen LWT (London Weekend Television) ausgestrahlt wurde.  Auch heute ist die Serie bei jung und alt beliebt und er selbst besuchte stets die Jahrestreffen der Fanclubs. Zu einem davon gibt es hier einen interessanten Link.

Friedlich zuhause eingeschlafen

Er litt schon länger an einer Atemwegserkrankung und schlief zuhause friedlich ein. Bayldon hatte weder Frau noch Kinder.